Mein erster Schulbesuch

Letzten Samstag war es soweit. Ich durfte das erste Mal mit meinem Personal in die HuSchu, die Hundeschule. Eigentlich ein komplett falscher Name. Normal müsste es Personalschule oder Trainingscenter für Servicekräfte lauten, denn wenn jemand in Sachen Hundeerziehung erhöhten Lernbedarf hat, dann sind es doch immer die Zweibeiner. Unsereins käme auch ohne HuSchuh prima zurecht. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf um die Servicequalitäten zu verbessern.

Mein Servicepersonal und ich wir haben uns fast pünktlich im Klassenraum, einer großen Wiese, eingefunden. In der Klasse waren schon etliche andere Hunde mit ihrem Personal versammelt.  Ich war wohl nicht nur die Jüngste in der Klasse sondern auch mit Abstand die Kleinste. Dafür hatte ich aber gleich zwei Servicekräfte dabei. Es gab noch einen Hund in meiner Größe, doch war der mit drei Jahren sogar der älteste. Nicht dass ihr jetzt denkt, dass kleine Kerlchen musste ein paar Jahre in der Welpenschule wiederholen. Nein, er gehörte zum Lehrpersonal.

Von meinen zwei Servicekräften war der eine allerdings ein Totalausfall, hat er sich  doch die meiste Zeit hinter einem komischen schwarzen Kasten versteckt, den er auch dann meist noch auf mich gerichtet hat. Wenigstens hatte die zweite Hälfte meines Personals richtig mitgemacht und ich konnte ihr ein paar Lektionen beibringen. So hat sie beispielsweise gelernt, dass, wenn ich mich vor sie hinsetze, sie mir ein Leckerchen geben darf. Oder bei einer anderen Übung musste sie neben mir herlaufen. Und jedes Mal, wenn ich sie dabei angesehen habe, wusste sie, dass sie wieder in ihre Tasche greifen sollte um mir einen Snack zu reichen. Das hat sie im Großen und Ganzen auch ganz toll hinbekommen. Nur manchmal hat sie mir nichts angeboten, obwohl ich durch energisches sitzen oder einen besonders intensiven Blick richtig deutlich geworden bin. Naja, war ja auch erst die erste Stunde. Hier müssen wir noch etwas daran arbeiten.

Dafür hat sie super Haltungsnoten für ihren Finger bekommen. Der war immer genau im richtigen Winkel und für sie die Vorbereitung, mir gleich ein Leckerli zu geben.

 

 

 

 

Manchmal, wenn mein Personal nicht richtig spurte, habe ich mich auch einfach mal demonstrativ weggedreht. Dann hättet ihr mal sehen müssen, wie sie gleich gerufen hat, um ja meine Aufmerksamkeit wieder zu bekommen. Manchmal habe ich sie dabei auch mal etwas zappeln lassen. Etwas Spaß muss sein 😉

Dann gab es noch eine lustige Übung, wo das gesamte Personal mit gespreizten Beinen hintereinander stehen musste.

Was der Sinn dieser Übung war, weiß ich zwar nicht, aber zur Belohnung, dass sie so toll mitgemacht haben,  sind wir Hunde alle nach und nach durch diese Art Tunnel gelaufen. Ich mit meiner Größe hatte mit dem Tunnel natürlich kein Problem. Andere von uns sind doch hier und da etwas angeeckt.

Nach diesen Übungen durften wir bis zum Ende der Stunde noch etwas spielen. Danach war ich aber auch platt. Aufzupassen, dass das Personal keine Dummheiten macht und uns in der Klasse nicht blamiert, war dann doch ganz schön anstrengend.

 

One Reply to “Mein erster Schulbesuch”

  1. Gabriele Wilhelm

    Hallo Abby
    Du kriegst das schon hin Dein Personal so zu Erziehen wie Du es möchtest und das die anderen in deiner Klasse größer sind hat wie Du am Tunnel gesehen hast auch Nachteile.
    Wir wünschen Dir liebe Abby weiterhin viel Spaß in der Schule und mit deinem Personal und wir freuen uns Dich am nächsten Dienstag wieder zu sehen,bis dahin einen dicken knuddel an dich und Liebe Grüße an Dein Personal von da wo Du die ersten Wochen aufgewachsen bist.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.