Campino zieht bei Wahira und Abby ein

CampinoIch habe meinen neuen Platz gefunden! Meine Zwischenstation bei meiner Ziehmama war gar nicht so lange! Ich, dass ist übrigens Daylight Campino, genannt Pino, ein Silken Windsprite aus dem Kennel Spirit of Chayenne, nur damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt.

Aber von vorne: Ich war mit etwas über einem Jahr wieder bei meiner Ziehmama gelandet. Warum und wieso weiß ich nicht. Auf jeden Fall freute ich mich, mein altes Rudel, wo ich die ersten Wochen meines Lebens verbracht hatte, wieder zu sehen. Außerdem war ich bei meiner Ziehmama auch wieder unter den Fittichen meiner leiblichen Mama, Claybrook Diana´s Rose.

Eines Tages aber kamen zwei Zweibeiner mit einem schwarzen großen Hund und spielten mit uns. Na ja, so richtig groß war der schwarze Hund auch nicht, aber doch ein Stück größer als ich. Wie ich am Rande mitbekommen habe, muss der schwarze Hund, es war ein Mädel, eine Enkelin von meiner Mama gewesen sein. Komisch, wenn das so ist, dann wäre ich ja sogar der Onkel?? Na ja, darüber habe ich mir erstmal keine Gedanken mehr gemacht. Nach rund einer Stunde gingen die beiden Zweibeiner und das Mädel aber wieder! Aber das ist ja nichts Unbekanntes für mich, denn bei meiner Ziehmama geht die Post ab!

Am nächsten Tag kamen sie aber schon wieder. Und diesmal haben sie mich und meine Reisehütte mitgenommen! Die anderen sind alle daheim geblieben. Da war ich erst mal ganz schön baff und brachte zunächst kein „wuff“ raus. Oh je, was kommt denn jetzt schon wieder, habe ich mir gedacht! Aber es war alles dann doch halb so schlimm!

Die beiden Zweibeiner sind mit mir und dem schwarzen Hund erstmal spazieren gegangen. Dabei durften wir Vierbeiner frei auf der Wiese rumlaufen, während die Zweibeiner brav auf dem Weg bleiben mussten. Ich habe die Freiheit genossen und bin denen erst mal abgegangen! Ich dachte mir, wenn die was von mir wollen, werden die schon nachkommen. Was weiß denn ich schließlich, wer da mit mir läuft? Sonst habe ich mich immer an meinem Rudel orientiert bzw. bin meiner Mama gefolgt.

Der schwarze Hund, Abby rufen sie ihn, kam immer sofort zurückgelaufen, wenn sie nach ihm gerufen haben. Aber ich…. nee…. ich war frei und bin gewetzt. Abby werde ich wohl bei Gelegenheit mal sagen müssen, dass sie nicht immer tun muss, was die Zweibeiner sagen.

Campino auf der WieseIch bin dann ein ganzes Stück über die Wiese gedüst. Immer weiter weg. Als ich dann doch zurück lief, bin ich doch glatt aus Versehen bei zwei anderen Zweibeinern gelandet. Ich habe aber schnell gemerkt, dass da was nicht stimmt. Die haben anders gerochen. Da war kein Leckerliduft in der Nase. Außerdem habe ich dann in der Ferne welche rumzappeln sehen und rufen hören. Na ja, dann bin ich doch in Richtung Abby gelaufen und kam erstmal wieder an die Leine.

Wir sind fast 3 Stunden zusammen marschiert! Ich war dann ganz schön müde. ABER.. ich bin nicht zurück zu meiner Ziehmama, sondern durfte neben Abby in einem Auto Platz nehmen. Wir sind dann noch mal rund eine Stunde gefahren: Berge runter und Berge hoch und durch ziemlich viele Kurven. Nur gut, dass mir Auto fahren nichts ausmacht. Nach der Autofahrt ging es in ein Zimmer mit einem großen Bett. OHHHH….. ein Bett… das durfte ich mir mit den beiden Zweibeinern und Abby teilen. Ich glaube, Abby mag ich leiden. Sie ist zwar so dunkel und größer als ich, aber ganz nett!

Am nächsten Tag sind wir noch mal zu meiner Ziehmama und richtigen Mama gefahren und ich habe sie alle wieder gesehen. Natürlich habe ich gleich die Küche abgeschnuffelt und bin auf meinen Couchplatz! Meine Mama hat sich ganz schön angestellt! Ob die gemerkt hat, dass die Zweibeiner einen Hund mitnehmen wollten. Die hat sich denen vielleicht an den Hals geschmissen, als ob sie wirklich mit wollte!

Aber die Züchterin hob den Finger: nein, nein…… das ist ein Familienmitglied und kommt nicht weg. Nie…..! Aber Mama hat nicht aufgegeben. Die zwei Menschen haben aber MICH ausgewählt und mitgenommen. Ob ich das gut finde, weiß ich noch nicht! Warten wir mal ab…….. muss erst mal checken, wie die beiden so ticken. So Zweibeiner können nämlich auch ganz schöne Macken haben.

Nachdem die Zweibeiner noch irgendwelchen Papierkram erledigt hatten, sind wir vier wieder gemeinsam ins Auto eingestiegen. Abby und ich haben es uns auf den Kissen und Decken bequem gemacht.

Wir sind dann sehr lange Auto gefahren. Ich habe aber die meiste Zeit geschlafen. Das ganze war bisher doch ganz schön anstrengend für mich!

Irgendwann viel, viel später sind wir dann ausgestiegen und alle zusammen spazieren gegangen. Ich hatte keine Ahnung wo ich war. Aber Abby schien mit der Gegend vertraut zu sein. An einem Waldrand kam uns dann eine junge Frau mit einem noch größeren Hund entgegen. Der große Hund hat seinen Hals vielleicht lang gemacht und mit dem Schwanz gewedelt als er uns gesehen hat.

Abby fing auf einmal an zu bellen und ist rumgesprungen wie ein kleiner Welpe! Da dämmerte es mir … die kennen sich ja… Abby und der große Hund! Ich habe erst einmal das ganze ganz ruhig beobachtet und mich nicht gerührt. Schließlich muss ich erst mal die Lage peilen. Jedenfalls roch der große Hund, ein Weibchen sehr interessant. Die Zweibeiner nannten sie Wahira.

Dann sind wir alle wieder dahin zurück gelaufen, wo das Auto stand. Doch das war nicht das Ende der Reise! Wir gingen durch einen Garten in das Haus und ich durfte überall schnuppern. So viel Hundegeruch hier im Haus! Mein Reisehaus wurde auch gleich aufgestellt, aber dafür hatte ich erst mal kein Interesse! So viel neue Gerüche. Ich habe mich gleich mal in der Küche umgeschaut. Dort bekamen wir auch alle etwas zu fressen. Ich hatte noch nicht so einen richtigen Appetit. Da ich so müde war, legte ich mich anschließend zu dem großen Zweibeiner auf das Sofa und schlief sogleich in seinem Arm ein. Ich habe gar nicht mehr viel mitbekommen.

Die anderen, Abby und Wahira schliefen bei der Zweibeinerin. Einer links und einer rechts. Sieht fast aus, als sitze sie auf einem Thron. Irgendwann hat mich die junge Frau (die heißt Franziska) in den Arm genommen und Wahira und Abby kuschelten zusammen. So war ich nicht allein. Ach, Abby wurde auch noch gebadet, denn sie hatte sich beim Spaziergang auf einem Feld in Dreck gewälzt und hat gestunken! Igitt – das war gar nicht ladylike. Vielleicht wollte sie aber auch nur mir zu Liebe etwas Duft auftragen.

Meine erste Nacht in dem neuen Haus habe ich bei Franziska verbracht. Dort habe ich ein ganzes Bett für mich alleine. Na ja, die junge Frau schläft da auch noch drin. Jedenfalls muss ich es mit keinem anderen Vierbeiner teilen.

Am nächsten Morgen haben Abby und ich erst mal im Bett unserer Zweibeiner getobt. Das war schön. Hinterher wurde dann noch eine Runde gekuschelt.

So verging mein erster Tag bei Abby, Wahira und meiner Menschenmeute mit Kuscheln, spazieren gehen, fressen, schlafen, toben und viel schmusen!

Na ja, was ich noch sagen muss: Wahira hat mir gezeigt, dass sie nicht mag, wenn ich laufend an ihrem Popo schnuppere. Da hat sie mir mal zwischendurch ganz schön die Meinung gegeigt. Himmel aber auch, wenn die so gut duftet! Na ja, in Zukunft halte ich mich dann halt etwas zurück.

Ich weiß echt noch nicht, ob ich mich hier wohl fühle. Abby mag ich ja leiden. Sie spielt mit mir und tobt mit mir rum! Aber Wahira ist mir etwas zu ruhig. Sie liegt meistens auf der Couch und beobachtet uns. Zum Fressen und Gassi gehen steht sie ja auf oder wenn es in Richtung Küche verdächtigt rappelt und sie Angst hat, irgendetwas zu versäumen. Das habe ich schon gemerkt!

Aber die Menschen sind so lieb! Alle drei….

Am Montag habe ich Bekanntschaft mit Buffy, einer dicken Lappi-Dame gemacht. Mein Frauchen holt sie morgens immer ab und dann darf sie mit Gassi gehen. Menno, die ist echt dick! Aber nett und lieb! Hat mich gleich mit einem Schwanzwedel willkommen geheißen. Die ist auch ganz schön rumgedüst heute. Vorbei an Feldern und Wiesen sind wir auch durch den Wald. Ich durfte sogar mal ohne Leine gehen, obwohl ich mich ja noch gar nicht richtig hier auskenne. Und später, auf einem Waldsportplatz, haben wir Bällchen holen gespielt. Da kann man powern. Toll!

Hier ist ganz schön was los. Mein Fressen schmeckt etwas anders, aber lecker. Morgens bekomme ich noch einen Teelöffel Hüttenkäse extra zum Fressen. Ich kann euch sagen, das schmeckt lecker! Mhmmmm……!

So, jetzt aber erstmal genug. Jetzt wisst Ihr, wie ich hier gelandet bin und wie es mir die ersten Tage mit meinem neuen Rudel ergangen ist.

Campino mit Abby und Rose

Campino mit seiner Mama Rose und deren Enkelin Abby