Der Saluki

Der Saluki oder wie wir auf den Hund gekommen sind

Unsere erste Begegnung mit einem Saluki war rein zufällig. Auf einem Waldspaziergang begegneten uns zwei Hunde mit ihrem Frauchen. Von weitem sahen die Hunde zunächst wie geschorene Afghanen aus. Ein Eindruck, der durch einen tänzelnden leichtfüßigen Gang verstärkt wurde. Als die Hunde näher kamen, war aber schnell klar, dass es keine Afghanen waren, die mit wachen Augen, hochangesetzten Ohren, einem schlanken Körper und ihrer Befederung insgesamt einfach edel wirkten. Das Frauchen muß unsere Verblüffung gemerkt haben. Auf unsere Frage hin teilte sie uns mit einem Lächeln mit, dass es sich um Salukis handelt.

Wahira von der Irminsul Die Begegnung mit den zwei Salukis hat uns nicht in Ruhe gelassen. Noch wußten wir überhaupt nicht von dieser Rasse. Außer, dass sie für uns Anmut und Eleganz verkörpern. Die Neugier ließ nicht locker. Also wurde zunächst im Internet eine Recherche gestartet und ‚Saluki‘ als Suchbegriff eingegeben. Die Suche zeigte ihre Wirkung. Als Folge davon springt jetzt schließlich Wahira bei uns zu Hause herum.

Der Saluki ist ein Persischer Windhund. Sein Verbreitungsgebiet war ursprünglich der Mittlere Osten, Persien, Syrien, die Arabische Halbinsel bis zur Türkei. Der Saluki zählt zu der ältesten Hunderasse. So sollen auch die in Pharaonengräbern abgebildeten Hunde große Ähnlichkeit mit den Salukis haben. Der Saluki ist gut im Haus zu halten, was nicht heißen soll, dass er keinen Auslauf braucht. Salukis sind orientalische Windhunde, die ihre Eigenheiten haben. So steht in einem Salukibuch zu lesen, dass ein Saluki nicht einfach einen Befehl befolge, sondern anscheinend erst mal abwägt, ob der gegebene Befehl Sinn macht und es wert sei, befolgt zu werden. Erst wenn er überzeugt sei, werde er den Befehl ausführen. Aus eigener Erfahrung kann diese Eigenart durchaus bestätigt werden.

Der sanfte und sensible Hund ist ein angenehmer Hausgenosse, der sehr anhänglich sein kann, Fremden gegenüber jedoch auch sehr zurückhaltend begegnen kann. Sein Ausdruck ist würdevoll wobei sich das wahre Gesicht mit all seinen Facetten nur seinem Besitzer erschließen wird.

Wahira schläftNachdem wir uns immer mehr mit Salukis nur in grauer Theorie beschäftigt hatten, wollten wir auch in Wirklichkeit Salukis kennenlernen und uns mit dieser besondern Rasse vertraut machen. Auf der Suche nach einer Zucht sind wir auf die Zucht ‚von der Irminsul‘ gestoßen. Die Zucht lag für eine Stippvisite nicht allzu weit von uns entfernt. In einem ersten Telefonat haben wir auch gleich einen kurzfristigen Besuchstermin vereinbaren können, so dass wir nicht mehr allzu lange auf den ersten intensiven Salukikontakt warten mußten.

Auf der Zuchtanlage angekommen wurden wir von Frau DeHaney freundlich in Empfang genommen, die im folgenden viel Geduld für unsere Neugier aufbrachte und uns auf unsere Fragen kompetent und umfassend antwortete. Durch den Besuch in der Zuchtanlage sind wir dem Salukivirus letztendlich völlig verfallen. Neben dem anmutigen Ausdruck und der edlen Grazie begeisterte uns genauso die sanfte und ruhige Art dieser Tiere. Eingestellt waren wir darauf, dass in einem Zwinger mit vielen Hunden auch viel Ramba-Zamba ist. Die Salukis bestätigten aber auch in der Gruppe, was wir vorab über sie haben lesen können. So war uns schon bei der Abfahrt klar, dass dies nicht unser letzter Kontakt gewesen sein wird.

One Reply to “Der Saluki”

  1. Brigitte Steinert Autor dieses Beitrags:

    Ach ja, der Saluki. Nach ersten Hundeerfahrungen mit einer Afghanin (sie bleibt mir unvergessen)sind wir durch Zufall auf den Saluki gestoßen. Und das war’s dann: Windhund, pflegeleicht, passende Größe, von vornherein Sympathie zwischen Hund und Mensch. Und so sind wir 1988 auf den Saluki gekommen, wobei es sich über einen Zeitraum von zehn Jahren immer um drei Salukis handelte, jetzt sind es nur noch zwei, nachdem sich noch eine Dalmatinerin dazugesellt hat. Aber gerade auch durch das Zusammenleben mit einer anderen Hunderasse ist erst das „Anderssein“ eines Saluki zum Vorschein gekommen. Diese liebevolle, zärtliche Art den eigenen Menschen gegenüber ist einfach unvergleichlich. Nie ist ein Saluki fordernd; er nimmt sogar Rücksicht. Nie ist er grob. Sein Umfeld allerdings sollte möglichts nicht in einem sehr dicht bebauten Gebiet sein, er ist eigentlich ein Landhund; denn draußen will er Platz haben, und da möchten es schon ein paar Kilometer im Quadrat sein, möglichst freies Wiesengelände. Im Wald geht es natürlich nur mit Leine; denn dort riecht es doch sehr nach „Abendessen“. Da er im allgemeinen ein sehr guter Leinengänger ist, machen ausgedehnte Spaziergänge oder Wanderungen mit ihm ungeheueren Spaß. Was er im allgemeinen nicht so sehr schätzt ist das Wasser. Weder von unten noch von oben. Bei ausgesprochenem Schietwetter zieht er auf jeden Fall die Couch vor. Ein großer Garten nützt im Zweifelsfall nur einem jungen Hund, weil er dort allein oder mit seinen Artgenossen spielen kann, aber als erwachsener Hund sieht er den Garten doch mehr zum Wohnzimmer gehörig an, wo man sich ordentlich benimmt. Komisch ist nur, wenn man dem Herrchen bei der Gartenpflege helfen möchte, ist der immer nicht sehr begeistert, man kann ihn partout nicht davon überzeugen, er sagt immer wieder nein. Na ja, so mit fünf Jahren ist ein Saluki dann (endlich) so richtig erwachsen und dann ist es eine richtige Partnerschaft. Das ist aber insgesamt bei der Erziehung eines Saluki der Schlüssel. Am besten funktioniert es nach dem Motto „hallo Partner, dankeschön“. Mit „mach das“ funktioniert es auf jeden Fall nicht. Der Mensch muß halt Überzeugungsarbeit leisten. Das Halten von zwei oder mehr Salukis hat natürlich auch den Vorteil, wenn ein junger Hund dazukommt, so kümmern sich die „Alten“ um den Kleinen und erziehen ihn auch (z.B. es wird nicht gebettelt). Natürlich ist auch das Alleinsein im Kleinhundalter dadurch kein Thema.
    Fazit: Einmal Saluki, immer Saluki. Denn: In Salukis kann man baden!

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