Stadtgang

Hach, wir haben heute einen Stadtgang gemacht. Wir waren nämlich mit der Hundeschule in der Stadt! War für mich ja nicht das 1. Mal und deshalb war ich total entspannt! Wir mussten aber heute alle in eine Unterführung hineingehen und stehen bleiben. Viele Leute sind an uns vorbeigegangen und Frauchen sollte auf mich aufpassen, dass ich nicht unruhig werde. Aber warum sollte ich denn? Ich hab´sie nur angeguckt und schon hatte ich mein Leckerli! Also …nur keinen Streß!

Es ließ mich auch fast kalt, als ein Zug über uns hinwegdonnerte. Ich bin zwar hinter Frauchen gegangen, aber nur, weil es da etwas wärmer war 😉

Mein Highlight war ja der Zeitpunkt, wo Frauchen mich an einem Brunnen festgebunden hat und wegging. Ich weiss ganz genau, dass sie darauf gewartet hat, dass ich anfange sie zu rufen! Aber dazu hatte ich gar keine Zeit. Es sind wieder so viele Beine an mir vorbeigegangen, dass ich das ganz vergessen habe. Gut, ich habe zwar ein paarmal in die Richtung von Frauchen geguckt, aber ich habe sie nicht gerufen! Echt!

Aber was soll ich euch sagen, der Stadtgang war doch sehr aufregend für mich! Ich habe es daran gemerkt, dass ich dann auf dem Nachhauseweg Dünnschiss bekommen habe. Frauchen meinte, ich sei ja vielleicht ein Sensibelchen! Ich weiss zwar nicht, was das ist und was es bedeutet, aber wenn´s mein Frauchen sagt, wird es schon stimmen!

Hey Leute, ich wünsche euch nun ein schönes Wochenende und hoffe, ihr habe auch so ein supi Wetter bei euch!
LG
Abby

Mein erster Schulbesuch

Letzten Samstag war es soweit. Ich durfte das erste Mal mit meinem Personal in die HuSchu, die Hundeschule. Eigentlich ein komplett falscher Name. Normal müsste es Personalschule oder Trainingscenter für Servicekräfte lauten, denn wenn jemand in Sachen Hundeerziehung erhöhten Lernbedarf hat, dann sind es doch immer die Zweibeiner. Unsereins käme auch ohne HuSchuh prima zurecht. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf um die Servicequalitäten zu verbessern.

Mein Servicepersonal und ich wir haben uns fast pünktlich im Klassenraum, einer großen Wiese, eingefunden. In der Klasse waren schon etliche andere Hunde mit ihrem Personal versammelt.  Ich war wohl nicht nur die Jüngste in der Klasse sondern auch mit Abstand die Kleinste. Dafür hatte ich aber gleich zwei Servicekräfte dabei. Es gab noch einen Hund in meiner Größe, doch war der mit drei Jahren sogar der älteste. Nicht dass ihr jetzt denkt, dass kleine Kerlchen musste ein paar Jahre in der Welpenschule wiederholen. Nein, er gehörte zum Lehrpersonal.

Von meinen zwei Servicekräften war der eine allerdings ein Totalausfall, hat er sich  doch die meiste Zeit hinter einem komischen schwarzen Kasten versteckt, den er auch dann meist noch auf mich gerichtet hat. Wenigstens hatte die zweite Hälfte meines Personals richtig mitgemacht und ich konnte ihr ein paar Lektionen beibringen. So hat sie beispielsweise gelernt, dass, wenn ich mich vor sie hinsetze, sie mir ein Leckerchen geben darf. Oder bei einer anderen Übung musste sie neben mir herlaufen. Und jedes Mal, wenn ich sie dabei angesehen habe, wusste sie, dass sie wieder in ihre Tasche greifen sollte um mir einen Snack zu reichen. Das hat sie im Großen und Ganzen auch ganz toll hinbekommen. Nur manchmal hat sie mir nichts angeboten, obwohl ich durch energisches sitzen oder einen besonders intensiven Blick richtig deutlich geworden bin. Naja, war ja auch erst die erste Stunde. Hier müssen wir noch etwas daran arbeiten.

Dafür hat sie super Haltungsnoten für ihren Finger bekommen. Der war immer genau im richtigen Winkel und für sie die Vorbereitung, mir gleich ein Leckerli zu geben.

 

 

 

 

Manchmal, wenn mein Personal nicht richtig spurte, habe ich mich auch einfach mal demonstrativ weggedreht. Dann hättet ihr mal sehen müssen, wie sie gleich gerufen hat, um ja meine Aufmerksamkeit wieder zu bekommen. Manchmal habe ich sie dabei auch mal etwas zappeln lassen. Etwas Spaß muss sein 😉

Dann gab es noch eine lustige Übung, wo das gesamte Personal mit gespreizten Beinen hintereinander stehen musste.

Was der Sinn dieser Übung war, weiß ich zwar nicht, aber zur Belohnung, dass sie so toll mitgemacht haben,  sind wir Hunde alle nach und nach durch diese Art Tunnel gelaufen. Ich mit meiner Größe hatte mit dem Tunnel natürlich kein Problem. Andere von uns sind doch hier und da etwas angeeckt.

Nach diesen Übungen durften wir bis zum Ende der Stunde noch etwas spielen. Danach war ich aber auch platt. Aufzupassen, dass das Personal keine Dummheiten macht und uns in der Klasse nicht blamiert, war dann doch ganz schön anstrengend.