Urlaub mit drei Hunden

Drei Vierbeiner und zwei Zweibeiner machen Urlaub in der Holsteinischen Schweiz am Plöner See

Das fing ja wieder gut an! Der Laderaum in unserem Auto war kuschelig ausgelegt mit Decken und Kissen, nur dass der Kleine mit dort Platz genommen hat. Aber es ging doch besser, als ich gedacht hätte. Der Knirps und Abby legten sich gleich hin und gaben Ruhe! Angesteckt durch so viel Ruhe wurde ich dann auch müde und habe die ganze Fahrt verpennt. Immerhin waren wir ein paar schöne Stunden unterwegs um unser liebgewonnenes Urlaubsdomizil am Plöner See zu erreichen.

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Wintermärchen

Wahira relaxtUrlaub in Ascheberg am Plöner See im Winter 2010/2011

Wahira im Sessel Ihr fragt euch bestimmt, wie kann man Ende Dezember nur an den Plöner See fahren! Was wollt ihr denn da um diese Jahreszeit? Tja, wisst ihr, mein Rudel hat am Plöner See ein kleines Häuschen gefunden, da fühlen wir uns alle verdammt wohl. Wir waren in den vergangenen Jahren nun in jeder Jahreszeit hier und nun, im Winter sind wir sogar länger geblieben als ursprünglich geplant. So schön war das…..

Wintergarten

Macht mal die Augen zu, ich erzähl euch, wie es war und ihr stellt euch das jetzt mal vor:

„Draußen ist es dunkel, das Feuer im Kaminofen knistert; es ist kuschelig warm, es riecht nach Weihnachten, der Raum ist golden durchflutet durch die orangefarbenen Wandlampen, die Eiszapfen am Fenster funkeln durch die Helligkeit im Raum! Die Musik spielt leise im Hintergrund.“ Wir sind bei Schnee und Eis im dunklen angekommen. Frauchen hat als allererstes mein Kissen und meine Flauschdecke ausgebreitet und dann das Licht im Wintergarten angemacht. „Oh“ hat sie gestrahlt und zu Herrchen sagte sie: „schau mal, wie schön…. Eiszapfen…“ Und richtig, ich schaute in die Richtung, in die Frauchen gezeigt hatte und da sah ich lange durchsichtige Spitzen, die vom Fenster hingen. „Wie im Märchen“, sagte Frauchen.

Blick aus dem Wintergarten

Überall lag hoher Schnee. Mensch, wäre ich gerne rausgehüpft und hätte Bocksprünge gemacht. Aber ehrlich… ich war doch zu müde, hatte Hunger und wollte nur meine Kuscheleinheiten. Die habe ich dann auch bekommen.

Winterzauber

Jeden morgen frühstücken wir im Wintergarten. Vielmehr ich bekomme mein Frückstücksleckerli in der Küche. Mein Rudel sitzt dann gemütlich im Wintergarten, trinkt und ißt etwas, nachdem es so gut nach Brötchen aus der Küche geduftet hat. Und dann höre ich nur noch „oh“ und „schau mal“. Habt ihr noch die Augen zu? Also…. Wenn wir aus dem Wintergarten rausschauen, dann sehen wir erst einmal ein selbstgelegtes Pflaster und anschließend eine Böschung mit großen Wackersteinen. Darauf stehen die Bäume und Hecken.

Wintergarten

Und genau auf diesen Bäumen springt morgens ein Eichhörnchen von Ast zu Ast. Das Grundstück entlang hoch und runter und runter und  hoch. In den schneebeckten Bäumen haben meine Menschen es gleich entdeckt. Direkt vor dem Wintergarten. Es ist so schön goldbraun und hat einen buschigen Schwanz. Herrchen sagt, es sucht sein Futter. Ganz schön blöd von dem Eichhörnchen. Versteckt im Herbst sein Futter und wenn es dann mal Hunger hat, weiß es nicht mehr, wo es die Reserve deponiert hat. Gut, dass ich eine  Salukidame bin und meinen Hofstaat dabei habe, hihi!

Eichhörnchen

Einmal habe ich mit dem Eichhörnchen spielen wollen und habe mich ganz groß gemacht, damit ich es noch beschnuppern kann. Aber Herrchen lachte nur und meinte, dass das Eichhörnchen doch draußen ist. Kann ich doch nicht wissen, dass wir durch Fensterscheiben in den Himmel schauen! Für mich sah das so echt aus, dass ich dachte, das Eichhörnchen hüpft über meinen Kopf hinweg. Ja,  und dann die Vögel! Frau Kasten, unsere Vermieterin hat runde Kugeln in die Sträucher gehängt und nun können wir die Vögel beobachten wenn sie fressen. Manchmal hängen bis zu 8 Meisen an dieser Futterkette. Herrchen ist dann immer mit seiner Kamera auf Motivsuche.

Vogelfütterung

Klasse finde ich, dass wir hier Scheiben bis auf den Boden haben. Da kann ich ganz entspannt auf meinem Kissen liegen, die Wärme vom Bullerofen genießen und die Vögel beobachten, wie sie um das Futter ringen!

Alles im Blick

Heute beim Mittagessen lag ich neben Frauchen auf der Couch und da waren meine Menschen auf einmal ganz ruhig. Von unserem Wintergarten aus  können wir durch die Büsche auf einen Schul-Bolzplatz blicken. Und da stand tatsächlich ein Bambi! ein großes Bambi! Es hat nicht viel gefehlt, und es hätte bei uns in den Wintergarten reingeschaut. Leider ist Frauchen zu schnell aufgestanden, da ist es wieder weggesprungen. Und da bin ich erst darauf aufmerksam geworden. Kein Mensch hat mir davon was erzählt ich; wäre doch gleich an die Scheibe gelaufen und mich bemerkbar gemacht. Ich hätte gerufen: „warte mal, ich komme gleich. Spielen wir fangen?“ aber ich hatte keine Chance!

Ein Reh zu Besuch am Wintergarten

So was haben wir noch nicht erlebt, echt! Da sitzt mein Rudel beim Essen und ein Bambi schaut zu! So was liest man doch nur in Büchern. Wir haben es erlebt. Wir hatten das Glück, dass es in der Zeit, in der wir am Plöner See waren es sehr kalt war und hoher Schnee lag. So war es nicht matschig und pampig und ich musste mir nicht so viel die Pfoten waschen lassen. Ein Abrieb mit dem Handtuch hat gereicht. Und gegen die Kälte hatte ich mein Mäntelchen dabei. Meistens sind wir in den nahegelegten Wald rausgegangen. Dort kenne ich mich schon aus und weiß, welchen weg wir nehmen müssen.

Dort sehen wir auch immer Bambis. Ganz schön viele sogar. Einmal war es denen so kalt, dass sie auf dem Boden in einer Kuhle lagen. Sie sind auch nicht weggesprungen als wir vorbeigelaufen sind. Und der Plöner See war zugefroren. Ich bin da ausgerutscht! Na ja, wenigstens meine Meute hatte ihren Spaß! Sie sind geschlittert und haben gelacht. Ich bin gerutscht und wollte das nicht. Ich fühlte mich doch sicherer, wo es nach Dreck und Schnee gerochen hat, bin halt ein Mädchen und nicht so narrich.

Im Schnee

Manchmal hat mich Frauchen auch frei laufen lassen auf einem großen Platz. Oh, hat das Spaß gemacht (trotz Mäntelchen!) Denn ansonsten musste ich immer an der Leine gehen. Herrchen traut mir nicht, hahaha…… zu Recht !…..mit ihm kann ich so schön „nachlaufen“, „verstecken“ und „fang mich doch“ spielen! So, nun könnt ihr wieder die Augen aufmachen. Könnt ihr euch nun vorstellen, warum wir zu dieser Jahreszeit an den Plöner See gefahren sind? So, nun haben Herrchen und ich den Text gelesen und ich bin zufrieden!

Am PC

…………………………………aber auch müde, waren anstrengende Tage

Gähner

Mein erster Urlaub

Am 29. Juli 2006 war es soweit. Ich bin mit meiner Familie in meinen ersten Urlaub gestartet.

Schon ein paar Tage vorher herrschte ein wenig Unruhe zu Hause. Nicht nur, dass plötzlich viele Dinge zusammengetragen worden sind, die sonst immer fein säuberlich in Schränken verstaut wurden, plötzlich stand im Wohnzimmer auch ein großer Käfig. Mit dem Teil konnte ich erst mal gar nichts anfangen. Ich dachte schon, unser Haustiger Mikesch bekommt ein eigenes Haus im Haus damit er vor mir mehr Ruhe hat. Als ich aber sah, dass eine meiner Decken darin ausgebreitet wurde, konnte ich schon ahnen, dass das Teil eher für mich gedacht war. Aber warum nur? Mit ein paar Leckerlis bin ich dann überredet worden, das Teil auch mal von innen zu erkunden. Der erste Eindruck war zwar nicht schlecht, ich habe aber beschlossen, nach dem ersten Besuch das Teil nicht weiter zu beachten. Zwei Tage später wußte ich für was es gut war: Es war meine Bleibe während der Autofahrt. Der Käfig ist schön groß und geräumig, so dass ich es mir darin recht bequem machen konnte. Da er allerdings den ganzen Kofferraum einnahm, blieb kein Platz mehr für Gepäck. Extra wegen mir mußte deshalb ein Anhänger an das Auto.

Wattspaziergang mit WahiraIch hatte zwar schon einige längere Fahrten hinter mir, doch die waren mit der Urlaubsfahrt nicht zu vergleichen. Vielleicht gut, dass ich nicht wußte, wo es hingeht und wie lange die Fahrt dauert, sonst hätte ich vielleicht Rabatz gemacht. So aber war ich ganz friedlich, machte es mir gemütlich und schaute immer mal wieder nach draußen. Bei den Pausen unterwegs versuchte ich zwischendurch immer mal das eine oder andere Geschäftchen zu erledigen.

Nach ca. 6 Stunden waren wir am Ziel unserer Reise angekommen. Eine Gegend ohne Berge aber dafür mit viel Wasser. Wir waren an der Nordsee!

WattrennenExtra für uns Vierbeiner gab es dort einen eigenen Hundestrand. Den haben wir natürlich gleich aufgesucht – und ich hatte meine erste Enttäuschung! Irgendetwas stimmt mit dem Wasser nicht. Es sah zwar aus wie zu Hause, aber der Geschmack … Egal, in welcher Pfütze ich auch schnupperte, das Wasser am Strand war versalzen.

Noch etwas war merkwürdig: Das Wasser hat sich bewegt! Damit meine ich nicht, dass Wellen an den Rand schwappten. Nein, mal war das Wasser da und dann wieder war das Wasser weit weg. Für mich war es besonders dann toll, wenn das Wasser sich zurückgezogen hatte. Dann war dort, wo zuvor noch meterhoch das Wasser stand eine riesige Matschwüste. Und in der machte es besonders viel Spaß, rumzutollen.

Watt is‘ denn datt? Das hier ist nicht von mir – NEIN!

Diese Häufchen tauchen massenhaft auf, wenn das Wasser weg war. Es handelt sich hier um die Hinterlassenschaften des Wattwurms, der sich ständig durch den Sand frißt. Den Sand scheidet er in Form solcher Spaghettiknoten wieder aus.

HundeduscheNach dem Spaß im Watt war duschen angesagt. Erst danach war ich auch wieder als Saluki erkennbar. Wenigstens kam aus dem Schlauch frisches klares und vor allem kein gesalzenes Wasser. Diese Hundedusche stand extra für uns Vierbeiner zur Verfügung.